Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

1400 Beschäftigte legen bei Lenzing Arbeit nieder

Redaktionelle Szene zum Thema „1400 Beschäftigte legen bei Lenzing Arbeit nieder“

Beim oberösterreichischen Faserhersteller Lenzing haben am Donnerstagvormittag rund 1400 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Damit steht nach Angaben aus dem Betrieb rund ein Drittel der Produktion still. Der Streik ist Teil der laufenden Lohnverhandlungen in der chemischen Industrie.

Der Betriebsrat spricht von einer „entschlossenen und kämpferischen“ Stimmung unter den Beschäftigten. Mit der Arbeitsniederlegung wollen die Arbeitnehmervertreter Druck auf die Arbeitgeberseite in den Kollektivvertragsgesprächen machen. Lenzing zählt zu den größeren Industrieunternehmen im Land und ist mit seinen Spezialfasern international stark im Geschäft.

Druck im Ringen um höhere Einkommen

In der chemischen Industrie laufen derzeit die Lohnverhandlungen, in denen es um Einkommensabschlüsse für die Belegschaft geht. Die Arbeitsniederlegung bei Lenzing ist ein deutliches Signal an die Verhandler: Die Beschäftigten sind nicht bereit, die Gespräche ohne sichtbare Fortschritte abzuwarten.

Für das Unternehmen bedeutet der Ausstand eine spürbare Einschränkung im laufenden Betrieb. Welche konkreten Folgen der Streik für Lieferungen und Produktion über den Donnerstagvormittag hinaus haben könnte, hängt vom weiteren Verlauf der Verhandlungen ab. Klar ist schon jetzt: Der Konflikt bei Lenzing verleiht den Kollektivvertragsgesprächen zusätzliches Gewicht.

Diesen Artikel teilen