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Luchs-Bestand in Österreich auf rund 30 Tiere geschrumpft

Redaktionelle Szene zum Thema „Luchs-Bestand in Österreich auf rund 30 Tiere geschrumpft“

Der Bestand der Luchse in Österreich ist nach Angaben des WWF auf rund 30 Tiere gesunken. Die Naturschutzorganisation warnt damit anlässlich des Tags des Luchses am Donnerstag vor einer „dramatischen Zuspitzung“ für die Tierart. Besonders betroffen ist demnach die größte Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel.

Die Entwicklung ist heikel, weil sich dort laut dem aktuellen FFH-Bericht Österreichs an die Europäische Kommission die Lage zuletzt verschlechtert hat. Der Bericht dient der Bewertung von Schutzstatus und Bestandstrends jener Arten und Lebensräume, die in der EU besonders geschützt sind.

Im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich sind nach WWF-Angaben von vier nachgewiesenen Luchsen nur noch drei Tiere älter als zwölf Jahre. Lediglich der dreijährige Luchs Janus gilt noch als jung. Da Luchse in freier Wildbahn maximal etwa 17 Jahre alt werden, steht auch diese kleine Population unter Druck.

Der WWF fordert eine fachlich fundierte Bestandsstützung, ein entschlossenes Vorgehen gegen Wildtierkriminalität sowie eine Raumplanung, die Lebensräume sichert und besser vernetzt. „Ohne rasche Gegenmaßnahmen droht Österreich den Luchs binnen weniger Jahre regional dauerhaft zu verlieren“, warnte WWF-Sprecherin Magdalena Erich.

Die Art war in Österreich nach ihrer Ausrottung seit den 1970er-Jahren wiederangesiedelt worden. Nach WWF-Einschätzung erschweren Straßen, Siedlungen und andere Infrastrukturprojekte heute den Austausch zwischen den Teilpopulationen. Dadurch drohten genetische Verarmung und Inzucht, wenn Tiere dauerhaft voneinander getrennt bleiben.

Der Luchs ist damit eines jener Wildtiere, deren Bestand zwar nicht verschwunden ist, deren langfristige Zukunft in Österreich aber zunehmend von wenigen, räumlich isolierten Vorkommen abhängt. Genau diese Fragmentierung macht die Art aus Sicht der Naturschützer besonders verletzlich.

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