Steven Spielberg bringt mit „Disclosure Day“ einen neuen Science-Fiction-Film ins Kino. Der 79-jährige US-Regisseur, der mit Klassikern wie „Der weiße Hai“, „E.T.“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ den Blockbuster geprägt hat, kehrt damit einmal mehr zu einem seiner ältesten Themen zurück: der Faszination für das Fremde und Überirdische.
Dass Spielberg diese Stoffe bis heute nicht loslassen, hat auch mit seiner eigenen Biografie zu tun. Schon als Jugendlicher drehte er mit „Firelight“ einen ersten, heute nur fragmentarisch erhaltenen Science-Fiction-Film. Später wurde aus dem privaten Kindheitsinteresse ein prägendes Motiv seines Werks, das er immer wieder mit dem Blick auf Familie, Staunen und Angst vor dem Unbekannten verband.
Spielberg gilt seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Erzähler des populären Kinos. Mit „Der weiße Hai“ setzte er 1975 neue Maßstäbe für den modernen Blockbuster, „E.T.“ wurde zum weltweiten Publikumserfolg und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ zu einem Schlüsselwerk des UFO- und Alien-Kinos. Auch in späteren Filmen spielte das Verhältnis zwischen Mensch und Außerirdischem immer wieder eine Rolle.
„Disclosure Day“ setzt diese Linie fort. Der Film führt Spielberg zurück zu einem Stoff, den er über Jahrzehnte immer wieder variiert hat: Begegnungen mit einer fremden Intelligenz, erzählt nicht als nüchternes Technik-Szenario, sondern als emotional aufgeladene Kinoerfahrung. Damit bleibt der Regisseur auch mit 79 Jahren seiner Handschrift treu, die große Effekte mit kindlicher Verwunderung verbindet.
Spielberg zeigt damit, dass er sich dem Alter nicht unterordnet, sondern weiter an Projekten arbeitet, die auf das klassische Kino der großen Bilder setzen. Gerade in einer Zeit, in der Science-Fiction oft auf dystopische Zukunftsszenarien oder digitale Spektakel reduziert wird, wirkt sein Zugriff bewusst anders: weniger kühl, stärker auf Staunen und Gefühl ausgerichtet.
Für Spielberg ist das mehr als Nostalgie. Der neue Film fügt sich in eine Karriere, die von technischen Innovationen ebenso geprägt ist wie von einem unverwechselbaren Sinn für populäre Mythen. Dass er ausgerechnet wieder einen Alien-Stoff wählt, macht deutlich, wie beständig diese Motive in seinem Werk geblieben sind.









