Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA rechnet die Sportartikelbranche mit zusätzlichen Milliardenumsätzen. Adidas, Nike und Puma statten einen Großteil der Teams aus und hoffen auf höhere Verkäufe von Trikots, Schuhen und Fanartikeln. Auch der österreichische Sporthandel erwartet Zusatzeffekte, weil Österreich erstmals seit 1998 wieder bei einer WM vertreten ist.
Das Turnier beginnt am Donnerstag mit Mexiko gegen Südafrika und läuft bis zum 19. Juli. Für die großen Ausrüster ist ein Weltturnier seit jeher eine Verkaufsplattform mit globaler Reichweite: Sichtbarkeit auf dem Platz, Medienpräsenz und Faninteresse treiben die Nachfrage nach den Produkten der Marken an. Laut Branchenbeobachtern dürfte Nike dabei der größte Profiteur sein, weil der US-Konzern einen besonders breiten Anteil an WM-Teams ausstattet.
Auch Adidas und Puma setzen auf den Effekt des Turniers. Bei Puma spielt zudem der österreichische Markt eine Rolle, weil die Nationalmannschaft mit dem deutschen Konzern ausgerüstet ist und damit im heimischen Handel zusätzliche Nachfrage auslösen kann. Gerade in Fußballjahren sind Trikots und Trainingsbekleidung ein wichtiger Umsatzbringer für Sportgeschäfte, zumal Großereignisse die Kaufbereitschaft bei Fans spürbar erhöhen.
Für Österreichs Händler kommt die WM in einer Phase, in der der Fußball im Sommer besonders viel Aufmerksamkeit bindet. Die Rückkehr der Nationalmannschaft auf die WM-Bühne dürfte nicht nur im Stadion- und TV-Interesse, sondern auch im Handel sichtbar werden. Besonders gefragt sind erfahrungsgemäß Fanartikel rund um das Nationalteam, aber auch allgemeine Fußballartikel wie Schuhe, Bälle und Trainingsausrüstung.
Die sportliche Großveranstaltung ist damit auch ein Wirtschaftsfaktor für eine Branche, die stark von großen Turnieren lebt. Während die Veranstalter in Nordamerika mit Rekordreichweiten rechnen, hoffen die Ausrüster auf direkte Verkaufsimpulse und langfristige Markenbindung. Für den Handel in Österreich ist vor allem entscheidend, dass die nationale Teilnahme die Sichtbarkeit des Produktsortiments erhöht und die Nachfrage im Fußballsegment stärkt.









