Franjo von Allmen hat beim Erzbergrodeo in der Steiermark bei seinem ersten Besuch am „Iron Mountain“ gleich sportlich aufhorchen lassen. Der dreifache Olympiasieger, der in diesem Jahr vor allem als Abfahrtsstar für Schlagzeilen sorgte, fuhr im Prolog die 150. Zeit und absolvierte damit auch auf zwei Rädern ein solides Debüt im Extremgelände rund um den Erzberg.
Der 23-jährige Schweizer nutzt den Auftritt in Eisenerz nicht nur als sportliche Herausforderung, sondern auch als Gelegenheit, das Umfeld des Kult-Events kennenzulernen. Das Erzbergrodeo gilt als eines der härtesten Hard-Enduro-Rennen der Welt und zieht Jahr für Jahr internationale Spitzenfahrer ebenso an wie prominente Gäste aus anderen Sportarten.
Für von Allmen ist der Abstecher an den Erzberg eine ungewöhnliche, aber naheliegende Ergänzung seines Wintersport-Kalenders. Auf der Piste gehört er seit seiner Olympiateilnahme und seinen Erfolgen im Weltcup zu den schnellsten Abfahrern seiner Generation. Dass er sich auch abseits des Skisports schnell zurechtfindet, zeigte nun sein erster Auftritt auf dem Motorrad im steirischen Schotter und Geröll.
Beim Prolog, der über die Startreihenfolge und damit oft auch über die Ausgangslage für das restliche Rennen entscheidet, landete von Allmen im Mittelfeld. Für einen Debütanten auf dieser Strecke ist das ein beachtlicher Wert, zumal der Erzberg mit steilen Anstiegen, losem Untergrund und hohem Tempo an die Grenzen von Material und Fahrer geht.
Das Interesse an prominenten Gästen gehört längst zur Ausstrahlung des Erzbergrodeos. Dass sich ein aktueller Olympiasieger aus dem alpinen Skisport auf dem Motorrad mit dem Feld misst, unterstreicht den besonderen Stellenwert des Events weit über die Enduro-Szene hinaus. Für von Allmen steht dabei nicht der große Angriff auf die Spitze im Vordergrund, sondern das Erlebnis rund um das Rennen und die Premiere am Erzberg.









