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Arbeitslosigkeit steigt in Niederösterreich deutlich an

Redaktionelle Szene zum Thema „Arbeitslosigkeit steigt in Niederösterreich deutlich an“

Niederösterreich hat im Mai von allen Bundesländern den stärksten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Vor allem die Industrie bleibt unter Druck, auch die Bauwirtschaft zeigt wieder Schwäche.

Damit setzt sich die angespannte Lage am Arbeitsmarkt fort. Der Trend trifft die export- und konjunkturabhängigen Branchen besonders deutlich, während sich in anderen Bereichen die Lage weniger stark verschlechtert. Für den Arbeitsmarkt im größten Bundesland ist das ein Warnsignal, weil sich die Abkühlung der Wirtschaft zunehmend in den Beschäftigungszahlen niederschlägt.

Die Industrie gilt weiterhin als größtes Sorgenfeld. Dort schlagen die anhaltend schwache Auftragslage, hohe Kosten und die verhaltene Nachfrage durch. Unternehmen reagieren in solchen Phasen oft zuerst mit Zurückhaltung bei Neueinstellungen, später auch mit Personalabbau oder längerer Kurzarbeit. Genau das zeigt sich nun auch am Arbeitsmarkt.

Nach einer zeitweisen Stabilisierung gerät auch die Bauwirtschaft wieder stärker unter Druck. Die Branche leidet weiter unter der schwachen Investitionstätigkeit und den hohen Finanzierungskosten. Das bremst die Beschäftigung zusätzlich, obwohl der Bausektor für viele Regionen in Niederösterreich ein zentraler Arbeitgeber ist.

Die Entwicklung in Niederösterreich passt in ein Bild, das sich auch bundesweit abzeichnet: Der Arbeitsmarkt verliert an Dynamik, während die Zahl der Arbeitssuchenden steigt. Für die kommenden Monate hängt viel davon ab, ob sich die Industrie erholt und ob der private Konsum sowie die Investitionen wieder anziehen.

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