Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Arbeitslosigkeit in Österreich im ersten Quartal 2026 gestiegen

Redaktionelle Szene zum Thema „Arbeitslosigkeit in Österreich im ersten Quartal 2026 gestiegen“

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im ersten Quartal 2026 gestiegen. Nach der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria waren 301.900 Personen auf Arbeitssuche, um 17.700 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent.

Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen zu. Laut Statistik Austria gab es im Vergleich zum ersten Quartal 2025 ein Plus von 24.800 Beschäftigten. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von Frauen zwischen 60 und 64 Jahren sowie von einer stärkeren Teilzeitbeschäftigung.

Mehr ältere Frauen im Erwerbsleben

Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei den 60- bis 64-jährigen Frauen aus. In dieser Gruppe stieg die Zahl der Erwerbstätigen binnen eines Jahres um 20.200. Das deutet auf eine spürbar höhere Erwerbsbeteiligung älterer Frauen hin, die den Arbeitsmarkt statistisch stützt, obwohl die Arbeitslosigkeit insgesamt anzieht.

Die Entwicklung zeigt zugleich, dass der österreichische Arbeitsmarkt derzeit nicht nur von der Zahl der verfügbaren Stellen geprägt ist, sondern auch von strukturellen Verschiebungen. Die stärkere Teilzeitbeschäftigung erhöht die Erwerbstätigenquote, sagt aber für sich genommen noch wenig über die tatsächliche Ausweitung von Vollzeitjobs aus.

Die Statistik Austria verweist damit auf ein gemischtes Bild: mehr Erwerbstätige, aber auch mehr Arbeitslose. Für die Wirtschaft ist das relevant, weil die Daten auf eine anhaltend hohe Dynamik am Arbeitsmarkt hindeuten – mit einem wachsenden Anteil älterer Beschäftigter und einer zunehmenden Bedeutung von Teilzeitmodellen.

Diesen Artikel teilen