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WKO plant massiven Personalabbau in der Bundeskammer

Redaktionelle Szene zum Thema „WKO plant massiven Personalabbau in der Bundeskammer“

Die Wirtschaftskammer Österreich will in der Bundeskammer in Wien 200 Stellen streichen und damit einen Teil der angekündigten Senkung der Kammerumlage 2 gegenfinanzieren. Kammerpräsidentin Martha Schultz hatte bereits im April eine Entlastung bei der KU 2 angekündigt. Nun wird deutlicher, wie die Reform intern umgesetzt werden soll: Ein gutes Drittel der geplanten Einsparungen bis 2030 soll über Personalabbau in der Bundesorganisation erfolgen.

Die Kammerumlage 2 soll bis 2030 um insgesamt 100 Millionen Euro sinken. Nach den nun bekanntgewordenen Plänen trägt die Bundeskammer in Wien davon rund ein Drittel über den Abbau von Beschäftigten. Schultz hatte vergangene Woche zudem angekündigt, das Generalsekretariat zu halbieren. Der Personalabbau ist damit nicht nur ein symbolischer Schritt, sondern ein zentraler Teil der Budgetanpassung.

Beim Betriebsrat stößt das Vorgehen auf scharfe Kritik. Er fühlt sich nach eigenen Angaben unzureichend eingebunden. Die angekündigten Kürzungen treffen eine Kammerorganisation, die in den vergangenen Jahren politisch und wirtschaftlich immer stärker unter Druck geraten ist, ihre Strukturen zu verschlanken und die Belastung für Mitglieder zu reduzieren.

Auch die Opposition reagierte umgehend. Sie sieht in dem Kurs der Wirtschaftskammer einen Maßstab für die Länder und deren Kammern. Damit wird der Jobabbau in Wien nicht nur zu einer internen Personalfrage, sondern zu einem politischen Signal für die übrigen Strukturen der Kammerorganisation. Der Druck auf Landesorganisationen, ebenfalls Kosten zu senken, dürfte damit steigen.

Die Reform der Wirtschaftskammer gewinnt damit an Kontur. Nach der Ankündigung einer Senkung der Kammerumlage 2 werden nun die finanziellen und personellen Konsequenzen sichtbar. Für die Kammerführung geht es darum, Entlastung für die Betriebe mit einem schlankeren Apparateaufbau zu verbinden. Für Beschäftigte und Betriebsrat bedeutet das jedoch eine Phase erheblicher Unsicherheit.

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