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Chemie-KV weiter ohne Einigung: Betriebe müssen mit längeren Streiks rechnen

Redaktionelle Szene zum Thema „Chemie-KV weiter ohne Einigung: Betriebe müssen mit längeren Streiks rechnen“

Die siebente Verhandlungsrunde für einen neuen Kollektivvertrag in der Chemieindustrie ist am Dienstag ohne Ergebnis geblieben. Nach 14 Stunden wurden die Gespräche unterbrochen, wie die Gewerkschaften mitteilten. Ab kommender Woche sind nun befristete Streiks in den Betrieben geplant, die bis zu acht Stunden dauern sollen.

Damit verschärft sich der Arbeitskonflikt in einer für Österreich wirtschaftlich wichtigen Branche. Die Chemieindustrie zählt zu den industriellen Kernbereichen des Landes und ist mit zahlreichen Produktionsstandorten in mehreren Bundesländern vertreten. Ein neuer Abschluss ist für die Beschäftigten ebenso relevant wie für die Unternehmen, weil er Lohn- und Arbeitsbedingungen für einen großen Teil der Belegschaft festlegt.

Die Gespräche hatten sich bereits in den vergangenen Runden zäh gestaltet. Mit dem Abbruch nach 14 Stunden wurde deutlich, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite weiterhin weit auseinanderliegen. Die angekündigten Arbeitsniederlegungen sollen nun den Druck in der laufenden Auseinandersetzung erhöhen.

Wie lange die Streiks andauern und ob sie sich auf einzelne Betriebe oder mehrere Standorte ausweiten, blieb zunächst offen. Klar ist jedoch: Ohne rasche Annäherung dürfte der Konflikt in den kommenden Tagen sichtbar in die Produktion hineinwirken. Für Unternehmen in der Chemiebranche können selbst zeitlich begrenzte Ausstände empfindliche Folgen für Fertigung, Lieferketten und Planung haben.

Die Verhandlungen über den neuen Kollektivvertrag bleiben damit vorerst festgefahren. Weitere Gespräche werden darüber entscheiden, ob es doch noch zu einer Einigung kommt oder ob die angekündigten Streiks zum nächsten Belastungstest für die Branche werden.

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