Ein Unternehmen aus Feldkirch liefert zentrale Steuerungssysteme für Windkraftanlagen weltweit und hat sich damit in einer hochspezialisierten Nische der Energiewende etabliert. Bachmann electronic entwickelt Technik, die Rotorblätter ausrichtet, Getriebe und Generatoren überwacht, die Netzeinspeisung regelt und Schäden früh erkennt. Vor allem in der Offshore-Windkraft ist der Vorarlberger Betrieb nach eigenen Angaben besonders stark positioniert.
Die Systeme übernehmen in Windrädern Aufgaben, die sich mit einem Gehirn und Nervensystem vergleichen lassen: Sie koordinieren Abläufe, sichern den Betrieb und helfen, Ausfälle zu vermeiden. Für Betreiber ist das wirtschaftlich relevant, weil Windturbinen damit effizienter laufen und im Betrieb weniger anfällig für teure Stillstände werden. Gerade bei Anlagen auf hoher See, wo Wartung aufwendig und kostspielig ist, kommt solchen Steuerungen große Bedeutung zu.
Bachmann electronic ist seit Jahren auf die Automatisierung von Industrieanlagen spezialisiert und hat sich nicht nur auf Windkraft konzentriert. Der Schwerpunkt auf diese Technologie zeigt aber, wie stark Vorarlberg auch in einer globalen Zukunftsbranche vertreten ist – weniger als sichtbarer Anlagenbauer, sondern als Zulieferer mit kritischer Schlüsseltechnik. Solche Unternehmen sind in der Energiewende oft kaum bekannt, tragen aber wesentlich dazu bei, dass Projekte technisch und wirtschaftlich funktionieren.
Die Bedeutung solcher Spezialanbieter wächst mit dem Ausbau der Windkraft. Je größer und komplexer die Anlagen werden, desto wichtiger sind präzise Steuerung, Zustandsüberwachung und schnelle Fehlererkennung. Genau in diesem Feld haben sich Hersteller wie Bachmann electronic eine internationale Rolle erarbeitet – weit weg von der Öffentlichkeit, aber nah an einer der zentralen Technologien des Umbaus der Energieversorgung.









