Mit „Post-Orientalist Express“ bringt die südkoreanische Choreografin Eun-Me Ahn eine farbenfrohe und temporeiche Tanzproduktion ins Burgtheater. Das Werk ist im Rahmen von Impulstanz in Wien für drei Abende zu sehen und verwandelt das Haus in einen zweigeteilten Raum, der als Bühne für eine Begegnung der besonderen Art dient.
Im Zentrum der choreografischen Arbeit steht die Auseinandersetzung mit Orientalismus. Ahn setzt dem Thema eine bildstarke Show entgegen, die mit starken Bildern, Bewegung und Inszenierung arbeitet. Der Abend spielt bewusst mit Wahrnehmung und Illusion und stellt die Frage, was auf der Bühne als Einbildung erscheint und was als Wirklichkeit verstanden wird.
Die Produktion trägt den Charakter eines rasenden Spektakels und fügt sich in das Festivalprogramm von Impulstanz ein, das in Wien jedes Jahr internationale Tanz- und Performancearbeiten präsentiert. Mit dem Gastspiel von Eun-Me Ahn rückt dabei ein Zugang in den Vordergrund, der sich klar von klassischen Tanzformen absetzt und den Raum des Burgtheaters für eine ungewöhnliche Begegnung nutzt.
„Post-Orientalist Express“ ist damit nicht nur eine weitere Festivalproduktion, sondern eine Arbeit, die über ihre Ästhetik und ihren Zugriff auf kulturelle Bilder diskutiert werden kann. Das Stück setzt auf Überzeichnung, Tempo und eine klare visuelle Sprache, um seinen Gegenstand ebenso unterhaltsam wie konfrontativ zu verhandeln.









