Wien ist von der Roten Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen worden. Damit ist die jahrelang schwelende Auseinandersetzung um den Welterbestatus der Stadt vorerst entschärft. Im Zentrum der Gespräche stand der pensionierte Diplomat Peter Brezovszky, der für die Stadt im Hintergrund die diplomatischen Kontakte koordinierte.
Brezovszky hatte die Aufgabe übernommen, für Wien eine Mehrheit im UNESCO-Umfeld zu organisieren. Er arbeitete dabei über Monate eng mit dem Bund und dem Heumarkt-Investor Michael Tojner zusammen. Ziel war es, die Bedenken rund um das Wiener Welterbe auszuräumen und die drohende Gefährdung abzuwenden.
Die Entscheidung fiel am frühen Montagmorgen. Nach Angaben aus dem Umfeld der Verhandlungen gelang es, die nötige Unterstützung für Wien zu sichern. Damit wurde die Stadt aus der Liste jener Welterbestätten genommen, die von der UNESCO als gefährdet eingestuft werden.
Der Fall hatte Wien über längere Zeit begleitet und die Stadtregierung ebenso beschäftigt wie die Bundesebene. Im UNESCO-Umfeld wurden dafür nach Angaben aus den Gesprächen über Monate zahlreiche diplomatische Kontakte genutzt. Brezovszky, der als erfahrener Diplomat galt, wurde dabei zur zentralen Figur hinter den Kulissen.
Für Wien ist die Streichung von der Roten Liste ein bedeutsames Ergebnis in einem Verfahren, das zuletzt stark von Verhandlungen und Abstimmungen geprägt war. Welche Auswirkungen die Entscheidung auf die weitere Entwicklung rund um das Welterbe und den Heumarkt hat, dürfte nun die politische und stadtplanerische Diskussion bestimmen.









