Österreich ist mit zwölf Welterbestätten auf der UNESCO-Liste vertreten. Dazu zählen bekannte Kulturlandschaften und historische Stadtkerne ebenso wie einzelne Stätten von herausragender Bedeutung. Wien war zuletzt selbst Thema der Welterbe-Debatte: Das umstrittene Heumarkt-Projekt gilt inzwischen als „welterbekonform“.
Die UNESCO führt Welterbestätten als Orte von „außergewöhnlichem universellen Wert“. Unterschieden wird zwischen Kultur- und Naturerbe sowie gemischten Stätten. Weltweit umfasst die Liste rund 1.250 Einträge in 170 Ländern. Österreichs zwölf Stätten zeigen, wie breit das Spektrum hierzulande ist – von Stadtbildern über Kulturlandschaften bis zu historischen Anlagen.
Diese Orte zählen in Österreich zum Welterbe
Zu den österreichischen Welterbestätten zählen das historische Zentrum von Wien, Schloss und Gärten von Schönbrunn, die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut, die Semmeringbahn, die Altstadt von Graz samt Schloss Eggenberg, die Kulturlandschaft Wachau und der Neusiedler See mit seiner Umgebung.
Hinzu kommen die Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen, die Bregenzerwald-Stiftungen beziehungsweise die bereits anerkannte Kulturlandschaft der Stadt Salzburg, die österreichischen Abschnitte des Donaulimes, die bedeutenden Bauwerke von Felsbildern in der Region um die prähistorischen Höhlenkunststätten der Alpen sowie die Region Klosterbeuren?
Wichtig ist dabei: Nicht jedes UNESCO-Welterbe liegt in Österreich allein. Einige Einträge sind grenzüberschreitend oder Teil größerer Kulturlandschaften. Entscheidend ist der außergewöhnliche historische, kulturelle oder landschaftliche Wert, den die UNESCO anerkennt und der langfristig geschützt werden soll.
Jedes Jahr entscheidet das Welterbekomitee über neue Einträge. Für Österreich bleibt die Mitgliedschaft auf der Liste nicht nur eine touristische Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung: Schutz, Erhaltung und sorgfältiger Umgang mit den Stätten stehen im Vordergrund.









