Das Klagenfurter Kfz-Unternehmen Meyer-Hafner verlegt seinen Betrieb innerhalb der Stadt und gibt dafür seinen Standort in der St. Veiter Straße auf. Das rund 5000 Quadratmeter große Areal soll verkauft werden, während das Autohaus künftig ein bislang von einem anderen traditionsreichen Autohaus gepachtetes Gelände nutzt. Parallel dazu prüft eine Kärntner Bank den Ankauf des bisherigen Meyer-Hafner-Standorts.
Mit dem Schritt wird in Klagenfurt eine der größeren Gewerbeimmobilien-Transaktionen im Kfz-Handel vorbereitet. Für die Bank steht dabei offenbar ein Millionen-Deal im Raum: Sie könnte das Areal übernehmen und damit eine Fläche sichern, die bislang stark von der Automobilbranche geprägt war. Dass ein Finanzinstitut in einen ehemaligen Autostandort einsteigt, ist auch aus Sicht der Stadtentwicklung relevant, weil damit die künftige Nutzung des Grundstücks über den reinen Autohandel hinaus offenbleibt.
Der Umzug von Meyer-Hafner ist zugleich mit einem Platzwechsel innerhalb des automobilen Gewerbes verbunden. Auf dem neuen Areal sollen rund 300 Pkw untergebracht werden können. Das deutet auf eine deutlich geänderte betriebliche Struktur hin, die für Verkauf, Präsentation und Lagerung von Fahrzeugen andere Anforderungen erfüllt als der bisherige Standort in der St. Veiter Straße.
Für Klagenfurt ist die Verschiebung auch deshalb bemerkenswert, weil sich an zwei bekannten Adressen im Kfz- und Handelsumfeld etwas verändert: Ein traditionsreiches Autohaus übersiedelt, ein anderes Areal wird verkauft, und ein Teppichgeschäft wechselt fix den Standort. Solche Bewegungen sind meist mehr als reine Betriebslogistik. Sie zeigen, wie sich innerstädtische Gewerbeflächen neu ordnen, wenn Betriebe Flächen bündeln, verkaufen oder an langfristige Pächter übergeben.
Ob die Bank den Kauf tatsächlich abschließt, dürfte für die weitere Entwicklung des Areals entscheidend sein. Für den lokalen Markt ist vor allem die Kombination aus Immobilienverkauf, Bankinteresse und Standortwechsel eines etablierten Autohauses von Bedeutung. Sie zeigt, wie knapp und begehrt gut gelegene Gewerbeflächen in Klagenfurt bleiben.









