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Inflation setzt neue Fed-Führung unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Inflation setzt neue Fed-Führung unter Druck“

Die stark gestiegene Inflation macht der neuen Führung der US-Notenbank das Leben schwer. Während Präsident Donald Trump weiter auf niedrigere Zinsen drängt, wird eine Zinssenkung nach den jüngsten Preisdaten immer unwahrscheinlicher. In Teilen der Federal Reserve wird inzwischen sogar darüber diskutiert, ob die Geldpolitik eher straffer als lockerer werden müsste.

Auslöser der neuen Debatte ist vor allem der erneute Preisanstieg in den USA. Nach den verfügbaren Angaben ist die Inflation seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten von 2,4 auf 3,8 Prozent im April gestiegen. Besonders deutlich spüren das Haushalte bei den Spritpreisen, was sich auch in der Stimmung der Konsumenten niederschlägt. Der von der University of Michigan erhobene Index für das Verbrauchervertrauen ist im Mai auf einen neuen Tiefstand seit Beginn der Erhebung 1960 gefallen.

Damit gerät der neue Fed-Chef Kevin Warsh früh in eine heikle Lage. Eine Zinssenkung, wie sie Trump mehrfach verlangt hat, passt immer weniger zur Inflationsentwicklung. Für die Notenbank ist das problematisch, weil sie zwischen dem politischen Druck aus dem Weißen Haus und ihrem Auftrag zur Preisstabilität abwägen muss.

Die Situation an den Finanzmärkten und im Alltag vieler Amerikaner verschärft den Handlungsdruck zusätzlich. Wenn die Inflation weiter über dem Ziel der Notenbank bleibt, wird der Spielraum für Lockerungen kleiner. Dass einzelne Notenbanker sogar eine Zinserhöhung für notwendig halten, zeigt, wie weit die Einschätzungen inzwischen auseinandergehen.

Für Warsh beginnt die Amtszeit damit unter schwierigen Vorzeichen. Statt rasch für günstigere Finanzierungsbedingungen zu sorgen, muss die Fed vor allem verhindern, dass sich der jüngste Preisschub verfestigt.

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