Rund 28.000 Menschen haben am Mittwoch in Wien gegen geplante Kürzungen im Hochschulbereich demonstriert. Vor dem Hauptgebäude der Universität Wien versammelten sich Studierende, Forschende und Beschäftigte, um gegen den drohenden Sparkurs der Regierung zu protestieren. Rektoren und die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) fordern eine deutliche Aufstockung der Mittel für die Universitäten.
Auslöser der Kundgebung ist die Debatte über die künftige Finanzierung der Hochschulen. Rektorat und ÖH verlangen für die Universitäten insgesamt zumindest 18 Milliarden Euro. Nach ihrer Darstellung reicht das aktuelle Budget nicht aus, um den Betrieb, die Lehre und die Forschung in der bestehenden Form abzusichern. Der Protest in Wien war der erste größere gemeinsame Auftritt gegen den angekündigten Sparkurs.
Die Teilnahme fiel höher aus als zunächst von der ÖH selbst erwartet. In einer versehentlich zu früh veröffentlichten Presseaussendung hatte die Studierendenvertretung am Vormittag noch von 10.000 Demonstrierenden gesprochen. Am Nachmittag korrigierte sich diese Einschätzung deutlich nach oben. Die Kundgebung füllte den Bereich rund um den Ring und das Hauptgebäude der Universität Wien.
Die Organisatoren kündigten weitere Proteste an. Der Protest in Wien soll damit nicht das Ende der Mobilisierung sein, sondern erst der Auftakt einer längeren Kampagne gegen Einsparungen im Hochschulsektor. Hintergrund ist die Sorge, dass Kürzungen Unterricht, Forschung und Studienbedingungen an Österreichs Universitäten verschlechtern könnten.
Der Konflikt trifft einen Bereich, der bereits seit Jahren unter wachsendem Druck steht. Die Zahl der Studierenden ist hoch, die Erwartungen an Forschung und internationale Konkurrenzfähigkeit steigen. Gleichzeitig kämpfen die Hochschulen nach Angaben ihrer Vertretungen mit knappen Mitteln und steigenden Kosten. Mit der Demonstration wollten Rektoren und Studierende deshalb den politischen Druck auf die Bundesregierung erhöhen.









