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Zahl der Todesopfer bei Lkw-Unfällen erreicht höchsten Stand seit 2016

Redaktionelle Szene zum Thema „Zahl der Todesopfer bei Lkw-Unfällen erreicht höchsten Stand seit 2016“

73 Menschen sind im vergangenen Jahr in Österreich bei Kollisionen mit Lastkraftwagen ums Leben gekommen. Das sind 31 Tote mehr als im Jahr davor und der höchste Wert seit 2016, wie aus von der Mobilitätsorganisation VCÖ ausgewerteten Daten der Statistik Austria hervorgeht.

Besonders betroffen war Niederösterreich mit 25 Todesopfern. Insgesamt war damit jeder sechste Verkehrstote in Österreich Folge eines Unfalls mit einem Lkw. Nach VCÖ-Angaben kamen im Vorjahr pro 1.000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden elf Menschen ums Leben, bei Lkw-Unfällen waren es 62. Der Anteil tödlicher Unfälle war damit fast sechsmal so hoch.

Der VCÖ weist darauf hin, dass die bloße Beteiligung eines Lastwagens nicht automatisch bedeutet, dass der Fahrer den Unfall verursacht hat. Wegen ihrer Größe und Masse seien Schwerfahrzeuge aber besonders gefährliche Unfallgegner, sagte VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.

Die Organisation fordert ein Maßnahmenpaket, um die Zahl schwerer Unfälle zu senken. Besonders rechts abbiegende Lkw seien für Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Gefordert werden daher verpflichtende Abbiegeassistenten, die Entschärfung von Kreuzungen mit hohem Konfliktpotenzial und strengere Kontrollen im Schwerverkehr.

Nach Angaben des VCÖ werden vor allem auf Autobahnen die erlaubten 80 km/h für Lkw häufig überschritten. In Tirol habe sich zudem die Zahl der geahndeten Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten erhöht, hieß es weiter.

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