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WM-Teams und ihre Kosenamen: Österreich bleibt ohne Spitznamen

Redaktionelle Szene zum Thema „WM-Teams und ihre Kosenamen: Österreich bleibt ohne Spitznamen“

Fast jede Nationalmannschaft bei dieser WM trägt einen klangvollen Beinamen: Brasilien heißt Seleção, die Niederlande Elftal oder Oranje, Frankreich wird als Les Bleus oder Equipe Tricolore bezeichnet. Nur Österreich und Deutschland tun sich mit einem festen Kosenamen schwer.

Die Namen sind im Fußball längst mehr als bloße Spitznamen. Sie stehen für Tradition, Identität und oft auch für ein gemeinsames Bild, das sich über Jahrzehnte eingeprägt hat. Bei afrikanischen Teams stammen die Bezeichnungen häufig aus der Tierwelt, andere Nationalmannschaften werden nach Farben, Fahnen oder historischen Bezügen benannt. So ist Marokko als Löwen vom Atlas bekannt, Panama als Los Canaleros, also die Kanal-Leute.

Auch bei den großen Fußballnationen haben sich solche Bezeichnungen festgesetzt. Frankreichs Les Bleus verweisen auf die Trikotfarbe, die Albiceleste Argentiniens auf das Hellblau-Weiß der Nationalfarben. Brasiliens Seleção ist zu einem Begriff geworden, der weit über den Sport hinaus bekannt ist. Selbst bei Teams mit mehreren geläufigen Namen sorgt das im Alltag kaum für Verwirrung: Fans wissen sofort, wer gemeint ist.

Dass Österreich in dieser Reihe keinen allgemein etablierten Spitznamen hat, fällt deshalb besonders auf. Während viele andere Teilnehmer der WM über Jahrzehnte eine klare zweite Bezeichnung entwickelt haben, fehlt hier ein vergleichbarer Begriff im internationalen Fußball-Jargon. Das gilt auch für Deutschland, das ebenfalls ohne fest verankerten Kosenamen auskommt.

Die Entwicklung zeigt, wie stark Sprache im Fußball Identität prägt. Ein Beiname kann ein Team emotional aufladen, es unverwechselbar machen und im Fan-Alltag fast ebenso präsent sein wie die offizielle Landesbezeichnung. Bei dieser WM gehört genau das für viele Mannschaften längst zum Selbstverständnis — für Österreich bislang nicht.

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