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Wiener Public Viewings reagieren auf großen Ansturm

Redaktionelle Szene zum Thema „Wiener Public Viewings reagieren auf großen Ansturm“

Vor dem Sechzehntelfinale Österreichs gegen Spanien stellen sich Wiener Public-Viewing-Veranstalter auf großen Andrang ein. Nach überfüllten Plätzen bei den bisherigen Spielen setzen einige Betreiber nun auf Zugangsbeschränkungen, andere schaffen zusätzliche Kapazitäten.

Besonders deutlich zeigt sich das beim Lokal „Ulrich und Erich“ im 7. Bezirk. Schon beim Spiel Österreich gegen Argentinien am 22. Juni war der Ansturm so groß, dass auch der St.-Ulrichs-Platz voll wurde. Für das Spiel gegen Spanien gibt es deshalb nur Eintritt für Ticketbesitzerinnen und Ticketbesitzer. Das Ticket kostet 30 Euro und beinhaltet drei Getränke. Blickdichte Zäune, eine gesperrte Stiege der Pfarre St. Ulrich und Ordner sollen verhindern, dass sich vor dem Lokal wieder zu viele Menschen sammeln.

Betriebsleiter Gerald Bayer bezeichnete den Andrang als überraschend. Dass es so viel werden würde, sei „absolut überraschend“ gewesen, sagte er. Gleichzeitig sei alles friedlich geblieben. Nach dem letzten Spiel habe man deshalb entschieden, diesmal anders vorzugehen. Bayer verwies auch darauf, dass sich die Nachfrage stärker auf wenige öffentliche Plätze konzentriere, wenn es insgesamt nur wenige Public-Viewing-Angebote gibt.

Auch die Stadt Wien selbst bietet heuer kein eigenes öffentliches Public Viewing an. Als Ausweichmöglichkeit springt kurzfristig der ÖFB-Campus in der Seestadt ein. Dort wurden Tickets um zwölf Euro angeboten, binnen weniger Stunden waren knapp 1.000 Karten verkauft. Für die Übertragung wird eine 40 Quadratmeter große Leinwand aufgebaut.

Der organisatorische Aufwand ist beträchtlich. Damit der Lastwagen mit der Leinwand auf das Gelände fahren kann, müssen mehr als sechs Tonnen Platten verlegt werden. Zudem muss laut den Verantwortlichen teilweise sogar ein Dach demontiert werden, damit das Fahrzeug auf den Stadionrasen kommt. Trotz des Aufwands rechnen die Veranstalter mit starkem Interesse – nicht zuletzt, weil die bisherigen Spiele der WM in Wien schon viele Fans angezogen haben.

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