Am Tiroler Landestheater ist die Vertragsverlängerung von Intendantin Irene Girkinger nun offiziell beschlossen. Die Gesellschaftervertreter der Tiroler Landestheater und Orchester GmbH Innsbruck verlängerten den bis 2028 laufenden Vertrag der Geschäftsführenden Intendantin um weitere fünf Jahre bis 2033.
Die Entscheidung fiel in der Generalversammlung durch die Eigentümervertreter von Stadt und Land. Schon länger hatte es Spekulationen über die Personalie gegeben, ausgeschrieben wurde die Stelle nicht.
Girkinger leitet das Haus seit der Spielzeit 2023/24 als Geschäftsführende Intendantin. In einer Stellungnahme sprach sie von Vertrauen der Gesellschafter und des Publikums in die Arbeit eines Mehrspartenhauses, das sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen stelle und zugleich das Kulturgut Theater weiterentwickle.
Auch politisch wird die Verlängerung als Signal der Kontinuität gewertet. Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) betonte, das Tiroler Theaterwesen befinde sich im Umbruch und die Rahmenbedingungen würden nicht einfacher. Gerade deshalb sei ein verlässliches Führungsduo wichtig. Mattle verwies dabei neben Girkinger auch auf Markus Lutz.
Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber sieht in der Entscheidung ein Zeichen dafür, dass der Zukunftsprozess am Landestheater erfolgreich gewesen sei. Das Haus mit Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und Haus der Musik Innsbruck spiele für die kulturelle Identität von Land und Landeshauptstadt eine zentrale Rolle, heißt es von Seiten der Intendanz.
Die Verlängerung kommt in einer Phase finanzieller Einschnitte. Das Landestheater ist mit Millioneneinsparungen konfrontiert; in der laufenden Saison mussten bereits 2,2 Millionen Euro von insgesamt 34,9 Millionen eingespart werden. Für die kommende Saison sind mehr publikumswirksame Produktionen und mehr Gastspiele geplant. Zugleich wurden zwei Produktionen im Großen Haus gestrichen, eine Schauspiel- und eine Musiktheaterproduktion, außerdem ist keine zeitgenössische Oper vorgesehen.









