Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Wiener Pilotprojekt für Paketzustellung in Öffis endet ohne Erfolg

Redaktionelle Szene zum Thema „Wiener Pilotprojekt für Paketzustellung in Öffis endet ohne Erfolg“

Das Pilotprojekt „Öffi-Packerl“, bei dem Wiener Fahrgäste Pakete in Straßenbahnen mitnehmen und zustellen sollten, ist beendet worden. Die Wiener Linien bestätigten das Aus für das Vorhaben, das gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt und mit 1,2 Millionen Euro gefördert worden war.

Die Idee dahinter war, freie Kapazitäten im Öffi-Verkehr für den Pakettransport zu nutzen. Im Frühling 2025 startete das Projekt im Norden Wiens. Pakete wurden dafür in Paketstationen entlang der Straßenbahnlinien 25 und 26 bereitgestellt. Testpersonen holten sie per QR-Code ab und gaben sie an einer Zielpaketbox bei einer Straßenbahnstation wieder ab.

Die Pilotphase lief bis Ende August 2025. In diesem Zeitraum wurden nach Angaben der Wiener Linien 120 Pakettransporte durchgeführt. Trotz der Förderung und des Testbetriebs wurde das Projekt nun ohne Fortsetzung eingestellt.

Das Vorhaben war als Versuch gedacht, Zustellungen in der Stadt klimafreundlicher und effizienter zu organisieren. Mit dem Ende der Testphase bleibt es zunächst bei einem gescheiterten Ansatz, Paketzustellung und öffentlichen Verkehr miteinander zu verbinden.

Diesen Artikel teilen