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KI mischt immer stärker beim Online-Dating mit

Redaktionelle Szene zum Thema „KI mischt immer stärker beim Online-Dating mit“

Beim Online-Dating greifen immer mehr Nutzerinnen und Nutzer auf künstliche Intelligenz zurück. Die KI hilft bei der Auswahl von Fotos, verbessert Profiltexte oder formuliert sogar erste Nachrichten an potenzielle Matches. Was früher noch selbst am Smartphone erledigt wurde, übernehmen nun zunehmend Chatbots und andere digitale Helfer.

Ein Beispiel dafür ist eine Anfrage an ChatGPT, wie eine Nachricht an einen Mann locker klingen könne, dessen Profil „artsy Bilder“, einen Sizilien-Aufenthalt, ein Foto in einer Speedo, Kochleidenschaft, Katzen und trockenen Humor zeigt. Die Antwort der KI kommt prompt und rät dazu, nicht zu viele Details auf einmal zu erwähnen, weil das schnell so wirken könne, als sei das Profil zu genau studiert worden.

Solche Anwendungen verändern die Art, wie Menschen auf Dating-Plattformen auftreten. Nicht nur das erste Anschreiben wird automatisiert oder optimiert, auch das eigene Profil wird stärker auf Wirkung getrimmt. Damit verschiebt sich ein Teil der früher sehr persönlichen Selbstinszenierung auf Programme, die Formulierungen glätten und den Ton anpassen.

Gerade beim digitalen Kennenlernen gewinnt damit eine neue Frage an Gewicht: Wie viel von der Nachricht, die am Ende verschickt wird, stammt noch von der Person selbst? Während KI-Nutzerinnen und -Nutzer sich davon mehr Erfolg bei der Kontaktaufnahme erhoffen, wird das Online-Dating zugleich technischer und stärker kuratiert.

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