In Wien ist am Sonntag ein neuer Hitzerekord für Juni gefallen. Die Temperaturen näherten sich 40 Grad, während sich die Wetterlage in Österreich zugleich verschärfte: Für den weiteren Tagesverlauf wurden heftige Gewitter und lokale Unwetter erwartet.
Die Hitzewelle erfasste am Wochenende weite Teile des Landes. Bereits am Samstag waren nach den vorliegenden Angaben in sechs Bundesländern neue Juni-Höchstwerte gemessen worden. Besonders betroffen war dabei der Osten und Süden Österreichs, wo die Belastung durch die anhaltende Hitze weiter zunahm.
Hitze belastet Verkehr, Einsatzkräfte und Infrastruktur
Die hohen Temperaturen führten bereits zu ersten Folgen im Alltag. Auf der A1 kam es zu Straßenschäden, zeitweise war nur ein Fahrstreifen befahrbar. Auch Einsatzkräfte waren mehrfach gefordert: Nahe dem Flughafen Wien brannte ein Feld mit rund 35 Hektar Fläche. Im Burgenland rückten 26 Feuerwehren zu einem Waldbrand aus.
Die Hitze machte sich zudem in anderen Teilen des Landes bemerkbar. In Kärnten erreichten Seen laut den vorliegenden Angaben bereits rund 28 Grad und damit Werte, die eher an den Hochsommer erinnern. In der Steiermark kam es bei Bergrettungseinsätzen zu einer Häufung von Notfällen, beim Berglauf in Tirol kollabierten mehrere Teilnehmer.
Wetterumschwung mit Gewitterrisiko
Nach der Extremhitze rückte am Sonntag die Gewittergefahr in den Vordergrund. Die Wetterentwicklung deutete auf heftige Unwetter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen hin. Damit drohte nach dem Temperaturrekord ein abrupter Wechsel zu gefährlichen lokalen Wetterereignissen.
Die Lage bleibt damit zweigeteilt: auf der einen Seite weiterhin außergewöhnliche Hitze, auf der anderen Seite steigendes Risiko durch Unwetter. Für Bevölkerung, Verkehr und Einsatzorganisationen bedeutet das eine zusätzliche Belastung, nachdem die Hitzewelle bereits an den Vortagen für zahlreiche Einsätze und erste Schäden gesorgt hatte.









