Die Notenbanken der USA und Japans haben erstmals seit 15 Jahren gemeinsam am Devisenmarkt interveniert und den Yen gestützt. Der Schritt folgte auf den deutlichen Kursverfall der japanischen Währung, die zuvor auf den tiefsten Stand seit 40 Jahren gefallen war.
Seit Donnerstag kaufen die Währungshüter in Washington und Tokio koordiniert Yen. Zuletzt hatten beide Seiten 2011 gemeinsam eingegriffen, damals im Zusammenhang mit den Folgen des Tsunamis und der Atomkatastrophe von Fukushima.
Mit der Intervention wollen die Notenbanken die Talfahrt des Yen bremsen. Hintergrund ist die Sorge, dass eine unkontrollierte Aufwertung der japanischen Währung Krisen an den Finanzmärkten auslösen oder verstärken könnte. Der starke Fall des Yen hatte den Druck auf die Notenbank in Tokio erhöht, gegen die Entwicklung vorzugehen.
Der gemeinsame Eingriff ist ein seltenes Signal der Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Volkswirtschaften auf dem Devisenmarkt. Er soll den Yen stützen und die Märkte beruhigen, nachdem die Währung zuletzt deutlich an Wert verloren hatte.









