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Ukraine setzt Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur fort

Redaktionelle Szene zum Thema „Ukraine setzt Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur fort“

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Öl- und Treibstoffinfrastruktur am Mittwoch fortgesetzt. Nach Angaben aus dem Umfeld der Kämpfe wurden erneut Raffinerien getroffen; zugleich gerieten neun Tanker der russischen Schattenflotte im Asowschen Meer unter Drohnenbeschuss. Die Angriffe fallen in eine Phase, in der Russland ohnehin mit einer verschärften Treibstoffknappheit ringt.

Die ukrainischen Schläge zielen seit Monaten immer wieder auf Anlagen, die für Verarbeitung, Lagerung und Transport von Erdölprodukten wichtig sind. Damit versucht Kiew, Russlands militärische Logistik ebenso wie die Einnahmen aus dem Energiesektor zu treffen. Raffinerien gelten in diesem Zusammenhang als besonders sensible Ziele, weil sie nicht nur die Versorgung des Binnenmarkts, sondern auch Exportströme beeinflussen können.

Die Angriffe auf Tanker im Asowschen Meer weiten den Konflikt zudem auf die maritime Infrastruktur aus. Die sogenannte Schattenflotte besteht aus Schiffen, mit denen Russland trotz westlicher Sanktionen Öl und Ölprodukte außer Landes bringen will. Solche Tanker stehen seit längerem im Visier der Ukraine und westlicher Sanktionen, weil sie Moskaus Energiesektor indirekt stützen.

Druck auf den russischen Energiesektor

Für Russland kommt die Entwicklung zur Unzeit. In mehreren Regionen war es zuletzt bereits zu Engpässen bei Benzin und Diesel gekommen, unter anderem wegen wiederholter Drohnenangriffe auf Raffinerien, Wartungsproblemen und Einschränkungen im Export. Derartige Störungen können die Versorgung im Inland belasten und die Behörden zwingen, Lieferungen umzuverteilen oder Ausfuhren einzuschränken.

Für die Ukraine sind die Angriffe Teil einer Strategie, Russlands Kriegsfähigkeit auch abseits der Front zu schwächen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat Kiew immer wieder versucht, militärisch relevante Infrastruktur tief im russischen Hinterland zu treffen. Die Ölindustrie bleibt dabei eines der wichtigsten Ziele, weil sie für Staatseinnahmen, Treibstoffversorgung und den Transport von Truppen und Material zentral ist.

Wie groß die Schäden nach den jüngsten Attacken tatsächlich sind, bleibt vorerst offen. Klar ist aber: Der Druck auf Russlands Energiesektor steigt weiter, während die Ukraine ihre Angriffe gegen Raffinerien und Schifffahrt systematisch ausbaut.

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