Der geplante Ballsaal von US-Präsident Donald Trump soll nun 600 Millionen Dollar kosten und damit deutlich teurer werden als zuletzt angenommen. Zugleich wird das Projekt nach übereinstimmenden Berichten nicht mehr ausschließlich privat finanziert, sondern soll nun auch Steuergeld in Anspruch nehmen.
Der Umbau im Umfeld des Weißen Hauses gilt seit Wochen als umstritten, weil Trump das Vorhaben trotz Kritik vorantreibt. Der Ballsaal soll für offizielle Veranstaltungen und Empfänge genutzt werden und wäre eine der größten baulichen Veränderungen am Präsidentensitz seit Jahren.
Die Kostensteigerung ist politisch heikel, weil das Projekt damit in eine Größenordnung wächst, die weit über den bisher kolportierten Planungen liegt. Damit rückt auch die Frage in den Vordergrund, wer am Ende für Bau, Ausstattung und laufende Kosten aufkommt. Nach den nun bekanntgewordenen Angaben soll die Belastung nicht allein beim Präsidenten oder privaten Unterstützern bleiben.
Trump hatte das Projekt bereits zuvor als Aufwertung des Weißen Hauses dargestellt. Kritiker sehen darin hingegen ein Symbol für den Stil seines Präsidiums: groß, teuer und stark auf persönliche Repräsentation ausgerichtet. Mit der nun genannten Summe von 600 Millionen Dollar dürfte die Debatte über Sinn, Finanzierung und Ausmaß des Vorhabens weiter an Schärfe gewinnen.









