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Steirischer Herbst 2026 steht unter dem Motto „Red Flags“

Redaktionelle Szene zum Thema „Steirischer Herbst 2026 steht unter dem Motto „Red Flags““

Der steirische herbst hat sein Programm für 2026 vorgestellt. Die 59. Ausgabe des Festivals läuft unter dem Motto „Red Flags“ und setzt sich mit Warnsignalen auseinander, die im Alltag häufig mit Beziehungen verbunden werden, aber auch für gesellschaftliche und politische Spannungen stehen.

Intendantin Ekaterina Degot erklärte bei der Präsentation in Graz, die Zeichen seien oft dort besonders deutlich, wo Menschen von einer ideologischen Linie abwichen. Das Festival wolle diesen Mechanismen nicht ausweichen, sondern sie mit künstlerischen Mitteln sichtbar machen und zur Diskussion stellen.

Degot betonte zugleich die internationale Ausrichtung des Festivals. Sie sprach sich gegen Monoethnizität aus und kritisierte den Bau eines „Hauses der Volkskultur“ als Rückschritt. Die Vernachlässigung zeitgenössischer Kultur bezeichnete sie als skandalös. Der steirische herbst soll damit erneut als Plattform für Debatten über Gegenwartskunst und gesellschaftliche Konflikte dienen.

Das Festival beginnt am 24. September mit einer Eröffnungsrede auf dem Grazer Karmeliterplatz. Danach ist ein von Julian Warner gestalteter Ringkampf angekündigt, der laut Ankündigung unterhaltsam, aber nicht harmlos sein soll. Auch eine Tanzperformance von Alex Baczyński-Jenkins in der Helmut List-Halle sowie eine Club-Party stehen auf dem Programm.

Mit „Red Flags“ greift der steirische herbst ein Thema auf, das von der Dating-Sprache bis in politische Debatten reicht. Das Festival will damit auf Diskriminierung, Krieg und politische Spannungen aufmerksam machen und die aktuellen Konfliktlinien mit Kunst und Performance spiegeln.

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