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Steiermark verlangt von Asylwerbern Unterschrift unter Verhaltensregeln

Redaktionelle Szene zum Thema „Steiermark verlangt von Asylwerbern Unterschrift unter Verhaltensregeln“

Die steirische Landesregierung lässt Asylwerber künftig Verhaltensregeln unterschreiben, in denen ihr Aufenthalt ausdrücklich als vorübergehend beschrieben wird. Das Land setzt damit einen symbolisch aufgeladenen Schritt in der Asylpolitik, der die FPÖ-geführte Regierung klar von einem dauerhaften Bleiberecht abgrenzt.

Nach den vorliegenden Informationen sollen die Betroffenen bestätigen, dass sie sich an die vorgegebenen Regeln halten. Inhaltlich wird damit festgehalten, dass der Schutzstatus in der Steiermark nicht mit einem Anspruch auf einen dauerhaften Aufenthalt gleichgesetzt wird. Die Maßnahme ist Teil der restriktiven Linie, die die Landesregierung im Bereich Asyl und Integration verfolgt.

Politisch passt der Vorstoß in die Linie der Freiheitlichen, die seit Jahren auf eine harte Sprache in der Migrationspolitik setzen. Die Formulierung, Asylwerber seien in der Steiermark „zu Gast“, ist dabei bewusst gewählt: Sie soll den temporären Charakter des Aufenthalts unterstreichen und Abgrenzung signalisieren.

Rechtlich ändert die Unterschrift an den bestehenden Asylverfahren und Zuständigkeiten auf Bundesebene nichts. Das Land kann damit keine Aufenthaltsrechte neu schaffen oder beenden, setzt aber ein öffentlich sichtbares Zeichen im Umgang mit Schutzsuchenden. Genau darin liegt der politische Zweck des Schritts: Er soll Haltung zeigen und die Botschaft der Landesregierung nach außen tragen.

Die Debatte dürfte damit erneut an Fahrt gewinnen. Kritiker solcher Maßnahmen sehen darin häufig vor allem Symbolpolitik, Befürworter verweisen auf die Erwartung klarer Regeln für jene, die in Österreich Schutz suchen. In der Steiermark wird der Vorstoß nun jedenfalls als weiteres Signal einer verschärften Asylpolitik verstanden.

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