Brot, Butter und andere Grundnahrungsmittel könnten aus Sicht von Spar-Oberösterreich-Chef Paul Bacher günstiger werden, wenn mehrere Faktoren zusammenspielen. Im Gespräch mit der „Krone“ verweist der Geschäftsführer der Handelskette auf die aktuelle Diskussion über die Mehrwertsteuer-Senkung, die Rolle von Mogelpackungen im Handel und die Folgen des Aus für den Mitbewerber Unimarkt.
Bacher leitet Spar in Oberösterreich seit Oktober und ist damit für einen der wichtigsten Lebensmittelhändler im Bundesland verantwortlich. Seine Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Preise für tägliche Einkäufe für viele Haushalte weiter ein sensibles Thema bleiben.
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Entlastungen bei Grundnahrungsmitteln tatsächlich bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommen können. Eine Senkung der Mehrwertsteuer allein reiche aus Sicht des Handels nicht automatisch aus, wenn parallel andere Preisfaktoren wirken. Bacher spricht in diesem Zusammenhang auch über Mogelpackungen, also Produkte mit weniger Inhalt bei gleichbleibendem Preis, die den tatsächlichen Preisvergleich erschweren können.
Zusätzlich verweist er auf die Marktentwicklung in Oberösterreich nach dem Aus von Unimarkt. Der Wegfall eines Mitbewerbers verändert die Handelslandschaft und damit auch den Wettbewerb um Kundinnen und Kunden. Für die Preisgestaltung im Lebensmittelhandel ist das ein relevanter Faktor, weil Konkurrenzdruck oft mitentscheidet, wie stark Preisnachlässe weitergegeben werden.
Die Debatte über billigere Grundnahrungsmittel bleibt damit eng mit steuerlichen Fragen, Verpackungstricks und dem Wettbewerb im Handel verknüpft. Für die großen Lebensmittelketten stellt sich die Frage, wie rasch und in welchem Ausmaß sich mögliche Entlastungen für Brot, Butter und ähnliche Produkte im Regal niederschlagen können.









