In Taufkirchen an der Pram ist die Volksschule und Mittelschule nach dem Femizid von vergangener Woche am Montag wieder geöffnet worden. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sollen nun von Krisenintervention und Schulpsychologen begleitet werden. Das Gebäude, in dem beide Schulen untergebracht sind, war nach dem Mord an einer Lehrerin von großer Betroffenheit geprägt.
Vor dem Eingang der Schule liegen Kerzen, Blumen und Briefe. Im Ort ist die Anteilnahme groß, zugleich beginnt nun die Aufarbeitung der Tat und ihrer Folgen für die Schulgemeinschaft. Die Entscheidung, den Betrieb wieder aufzunehmen, hatten die Bildungsdirektion und die Direktion der beiden Schulen getroffen.
Der Fall hat weit über die Gemeinde hinaus für Erschütterung gesorgt. Nach den Angaben im Umfeld der Schule wurde die Lehrerin von einem anderen Lehrer getötet. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet die Rückkehr in den Unterricht nun nicht den Übergang zur Normalität, sondern zunächst einen behutsam begleiteten Schulalltag.
Gerade in einer kleinen Gemeinde trifft ein solches Gewaltverbrechen viele unmittelbar. Neben der Schule stehen daher vor allem die psychologische Betreuung und die Stabilisierung des Alltags im Vordergrund. Wie lange die Unterstützung nötig sein wird, hängt auch davon ab, wie die Kinder und Jugendlichen sowie das Lehrpersonal auf die Ereignisse reagieren.
Die Schule selbst ist damit wieder ein Lernort, aber vorerst auch ein Ort der Trauer. In Taufkirchen an der Pram wird sich in den kommenden Tagen zeigen, wie gut der Spagat zwischen Unterricht und Aufarbeitung gelingt.









