Bei einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine sind in der Nacht mindestens neun Menschen getötet worden. In Kiew geriet die Hauptkirche des weltberühmten Höhlenklosters, der Kiewer Petschersk-Lawra, in Brand.
Das Kloster gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eines der bedeutendsten religiösen Zentren des Landes. Die Anlage liegt am rechten Ufer des Dnipro und besteht aus zahlreichen Kirchen, Klostergebäuden und Höhlen, die seit Jahrhunderten Pilger anziehen.
Nach den Angriffen standen in der ukrainischen Hauptstadt zudem mehrere Bereiche unter Alarm, weitere Schäden an Gebäuden wurden gemeldet. Die russischen Luftangriffe trafen am frühen Morgen mehrere Regionen des Landes und richteten sich erneut gegen Städte und zivile Infrastruktur.
Die Kiewer Petschersk-Lawra hat für die Ukraine nicht nur religiöse, sondern auch historische und kulturelle Bedeutung. Das Kloster gilt als Symbol der orthodoxen Tradition im Land und ist zugleich ein international bekanntes Denkmal, dessen Schutz seit Beginn des russischen Angriffskriegs immer wieder Thema ist.
Die ukrainische Seite meldete den Brand in der Hauptkirche, während Rettungskräfte und Einsatzteams vor Ort gegen die Flammen vorgingen. Über das genaue Ausmaß der Schäden an der Kirche und weiteren Teilen der Anlage gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Die Attacke auf das Höhlenkloster fällt in eine Phase anhaltender russischer Luftschläge gegen die Ukraine. Kiew war in den vergangenen Monaten mehrfach Ziel schwerer Angriffe, bei denen Wohnhäuser, Energieanlagen und andere zivile Einrichtungen beschädigt wurden.









