In Louisiana haben die Republikaner einen mehrheitlich schwarzen Kongresswahlkreis neu zugeschnitten und damit die Karten vor den Zwischenwahlen im November neu gemischt. Der Senat des Bundesstaates billigte eine neue Einteilung der sechs Wahlbezirke, die der Partei einen zusätzlichen Sitz im US-Repräsentantenhaus verschaffen könnte. Betroffen ist vor allem der Wahlkreis des demokratischen Abgeordneten Cleo Fields.
Die Neuziehung folgt auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom April, der die bisherige Wahlkreisaufteilung in Louisiana als ethnisch motiviert beanstandet hatte. Bis dahin verfügte der Bundesstaat über zwei mehrheitlich schwarze Wahlkreise, die von zwei Demokraten gehalten wurden. Mit dem Grundsatzurteil haben die Richterinnen und Richter den seit mehr als sechs Jahrzehnten bestehenden Schutz solcher Wahlkreise aufgeweicht.
Die Entscheidung in Louisiana ist Teil einer breiteren Entwicklung im Süden der USA. Dort treiben Republikaner nach Druck von Präsident Donald Trump in mehreren Bundesstaaten neue Wahlkreiskarten voran, um ihre Chancen bei den Kongresswahlen zu verbessern. In Alabama kassierte ein Gericht in erster Instanz einen prorepublikanischen Zuschnitt, eine endgültige Entscheidung steht dort noch aus.
Wahlkreis-Neuzuschnitte sind in den USA regelmäßig umkämpft, weil sie darüber entscheiden können, welche Partei bei knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus profitiert. Bei den Zwischenwahlen im November werden das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Nun könnte auch die neue Karte in Louisiana noch juristisch angefochten werden.









