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Peru wählt Keiko Fujimori zur Präsidentin nach hauchdünner Stichwahl

Redaktionelle Szene zum Thema „Peru wählt Keiko Fujimori zur Präsidentin nach hauchdünner Stichwahl“

Perus Wahlbehörde hat die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori nach einer äußerst knappen Stichwahl zur neuen Präsidentin erklärt. Die 51-Jährige setzte sich demnach mit 50,13 Prozent gegen ihren linksgerichteten Konkurrenten Roberto Sanchez durch, der auf 49,86 Prozent kam. Der Vorsprung lag bei weniger als 50.000 Stimmen.

Fujimori tritt bereits zum vierten Mal in Folge bei einer Präsidentschaftswahl an. Im Wahlkampf stellte sie ein hartes Vorgehen gegen Kriminalität und irreguläre Migration in Aussicht. Sanchez, der erstmals kandidierte, warb für die Rechte der armen Landbevölkerung und kündigte Reformen bei Polizei und Justiz an. Er wurde von Anhängern des linken Ex-Präsidenten Pedro Castillo unterstützt, der wegen eines versuchten Staatsstreichs im Gefängnis sitzt.

Die Abstimmung war von Gewalt und wachsender Wut auf die politische Klasse geprägt. Viele Wählerinnen und Wähler machen die politische Elite für die seit Jahren anhaltenden Krisen und die Sicherheitslage im Land mitverantwortlich. Der Ausgang der Wahl fiel damit in eine Phase erheblicher gesellschaftlicher Spannungen.

Fujimori stammt aus einer der prägendsten politischen Familien des Landes. Ihr Vater Alberto Fujimori regierte Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand. Er wird von seinen Anhängern bis heute dafür gerühmt, die Guerillabewegung Leuchtender Pfad besiegt und die Wirtschaft stabilisiert zu haben. Zugleich wurde er später wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt. Alberto Fujimori starb 2024.

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