Die neuen Gebühren für günstige Pakete aus Drittstaaten bremsen den Versand aus Asien nach Österreich deutlich aus. Die Österreichische Post verzeichnet nach Angaben von Chef Walter Oblin bei Sendungen vor allem aus China seit Anfang Juli einen Rückgang um rund 40 Prozent.
Betroffen sind vor allem Billigpakete von Anbietern aus Fernost, die über Plattformen oder direkte Versender an Kundinnen und Kunden in Europa geschickt werden. Die Gebühr verteuert diese Sendungen offenbar spürbar und schlägt sich nun bereits im Paketaufkommen nieder.
Für die Post ist der Rückgang relevant, weil China-Pakete in den vergangenen Jahren einen wichtigen Teil des stark wachsenden Kleingutgeschäfts ausmachten. Sinkende Mengen können zwar den Zustellaufwand verringern, zugleich verschiebt sich aber auch ein Geschäftsfeld, das zuletzt von hohem Volumen geprägt war.
Der Effekt zeigt sich damit schneller als viele Marktteilnehmer erwartet hatten. Noch ist offen, wie sich das Volumen in den kommenden Monaten entwickelt und ob sich Versender und Konsumenten an die höheren Kosten anpassen.









