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Mehr Suspendierungen an Schulen in mehreren Bundesländern erwartet

Redaktionelle Szene zum Thema „Mehr Suspendierungen an Schulen in mehreren Bundesländern erwartet“

An Österreichs Schulen könnten die Suspendierungen in diesem Schuljahr einen Höchststand erreichen. In der Steiermark hat sich die Zahl der betroffenen Schülerinnen und Schüler bereits mehr als verdoppelt, auch in Niederösterreich, Kärnten und Vorarlberg liegen die Werte laut den bislang gemeldeten Zahlen über dem Vorjahr.

Besonders deutlich ist der Anstieg in der Steiermark: Dort stieg die Zahl der Suspendierungen von 95 auf mehr als 200. In Oberösterreich wurden bereits rund 500 Suspendierungen registriert; die Bildungsdirektion rechnet dort bis zum Ende des Schuljahres mit etwa 600 Fällen. Suspendierungen können in Österreich bis zu vier Wochen dauern.

Die Entwicklung kommt nicht völlig überraschend. Schulen und Bildungsdirektionen berichten schon seit Längerem von mehr Belastungen im Alltag, etwa durch Gewaltvorfälle, massive Störungen des Unterrichts oder wiederholte Regelverstöße. Eine Suspendierung ist dabei eine der schärferen schulischen Maßnahmen: Sie wird verhängt, wenn die Anwesenheit einer Schülerin oder eines Schülers als unzumutbar gilt oder der Schulbetrieb sonst nicht aufrechterhalten werden kann.

Dass mehrere Bundesländer schon vor dem Ende des Semesters höhere Zahlen melden als im gesamten vergangenen Schuljahr, deutet auf eine spürbare Verschärfung hin. Für die Schulen bedeutet das zusätzlichen organisatorischen Aufwand, weil betroffene Kinder und Jugendliche während der Suspendierung weiter betreut und schulisch begleitet werden müssen. Zugleich stellt sich für die Bildungspolitik die Frage, wie sich Eskalationen im Schulalltag früher auffangen lassen.

In Österreich liegt die Zuständigkeit für Suspendierungen bei der Schulleitung, in schwierigen Fällen werden auch die Bildungsdirektionen eingebunden. Die Maßnahme soll kurzfristig Ruhe in eine akute Situation bringen, löst die zugrunde liegenden Probleme aber nicht automatisch. Gerade deshalb gilt sie im Schulalltag als Eingriff, der zwar oft notwendig erscheint, zugleich aber auf Defizite bei Prävention und Unterstützung verweist.

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