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Lilli Tagger vor den French Open: „Ich habe es mir auf diesem Level leichter vorgestellt“

Redaktionelle Szene zum Thema „Lilli Tagger vor den French Open: „Ich habe es mir auf diesem Level leichter vorgestellt““

Lilli Tagger reist mit großen Erwartungen zu den French Open nach Paris – und mit der Erfahrung, dass der Sprung auf die nächste Leistungsebene härter ausfällt als gedacht. Die österreichische Tennishoffnung sagte vor dem Start in Paris, sie habe sich das Spiel auf diesem Level „leichter vorgestellt“. Zugleich spricht die 17-Jährige über die starken Emotionen, die sie auf dem Weg in die Nähe der Top 100 begleiten, über die Gefahr von Ticks und über die Umstellung bei ihrer Vorhand.

Tagger zählt zu den spannendsten Namen im heimischen Damentennis und tritt in Paris erneut bei einem der größten Turniere der Welt an. Die Rückkehr zu den French Open ist für sie mehr als ein weiterer Start in einem Grand-Slam-Umfeld: Es geht um die nächste Standortbestimmung in einer Phase, in der sich ihr Spiel an das höhere Tempo und die Konstanz auf der Profitour anpassen muss.

Gerade die technische Entwicklung steht dabei im Vordergrund. Die Umstellung bei der Vorhand ist ein Hinweis darauf, dass Tagger ihr Spiel nicht nur punktuell verbessern will, sondern an grundlegenden Abläufen arbeitet. Solche Anpassungen sind im Nachwuchs- und Übergangsalter oft besonders heikel, weil sie kurzfristig Sicherheit kosten können, langfristig aber entscheidend für den Anschluss an die Weltspitze sind.

Dass die 17-Jährige von „Ticks“ spricht, zeigt zudem den mentalen Druck, der mit dem raschen Aufstieg einhergeht. Im Tennis können sich kleine Routinen oder Unsicherheiten schnell verselbstständigen, wenn das Niveau steigt und Fehler enger bestraft werden. Für junge Spielerinnen wie Tagger ist deshalb nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Stabilität ein zentraler Faktor.

Die Perspektive bleibt dennoch klar: Tagger will sich in Richtung Top 100 entwickeln und nutzt Paris als weitere Etappe auf diesem Weg. Die French Open gelten dabei als besonders anspruchsvoller Prüfstein, weil die langsamen Sandplätze Geduld, Kondition und taktische Disziplin verlangen – Eigenschaften, die über ein reines Talentprofil hinausgehen.

Für Österreich ist Tagger damit eine Spielerin, deren Entwicklung über das Turnier hinaus beobachtet wird. Ihr Auftritt in Paris ist nicht nur ein Start bei einem Major, sondern auch ein Test dafür, wie weit ihr Spiel bereits gereift ist – und wie schnell sie die Umstellung auf das höchste Niveau tatsächlich vollziehen kann.

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