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Kühe auf Almen: Warum Hunde das Risiko für Wanderer erhöhen

Redaktionelle Szene zum Thema „Kühe auf Almen: Warum Hunde das Risiko für Wanderer erhöhen“

Nach mehreren schweren und teils tödlichen Vorfällen auf Almen rückt das richtige Verhalten von Wanderern erneut in den Mittelpunkt. Besonders Hunde erhöhen das Risiko, wenn sie auf Weideflächen mitgeführt werden. Johann Feßl, Obmann des Vereins für Alm und Weide in Oberösterreich, warnt deshalb vor leichtsinnigem Verhalten: Hunde sollten auf der Alm am besten daheim bleiben.

Ausgangspunkt der aktuellen Debatte ist auch der Tod einer 67-jährigen Frau in Tirol, die von einer Kuhherde totgetrampelt wurde. Solche Fälle erschüttern nicht nur Angehörige und Einheimische, sondern verunsichern auch Bergsportler und Bauern. Denn während des Almauftriebs kommen die Tiere auf die Sommerweiden und müssen sich erst an die neue Umgebung und an andere Herdenmitglieder gewöhnen.

In der ersten Woche besonders unruhig

Feßl beschreibt diese Phase als heikel. In der ersten Woche gebe es häufig eine gewisse Unruhe, bis sich die Kühe aneinander gewöhnt hätten. Für Menschen bedeute das: Abstand halten, ruhig bleiben und die Weide nicht als ungefährliche Spazierkulisse behandeln. „Wir Wanderer sind die Gäste und zweitrangig. Für die Kühe ist die Alm ihr Zuhause“, lautet seine klare Botschaft.

Ein allgemeines Muster lässt sich nach seinen Worten dennoch nicht ableiten. Nicht jede Kuh reagiere gleich, das Verhalten sei nie vollständig vorhersehbar. Ein Restrisiko bleibe immer bestehen, gerade weil es sich um große Tiere mit Instinkten handle. Wer in die Berge gehe, müsse sich daher auch mit den möglichen Reaktionen der Tiere auseinandersetzen.

Hunde als Auslöser vieler Konflikte

Besonders problematisch wird es laut Feßl dann, wenn Hunde im Spiel sind. Bei den jüngsten schweren Vorfällen sei jeweils ein Hund beteiligt gewesen. Für Kühe könne bereits die bloße Anwesenheit eines Hundes als Bedrohung wirken. Wenn Halter die Leine loslassen oder der Hund auf die Tiere zuläuft, steigt die Gefahr rasch.

Der Verein für Alm und Weide setzt deshalb auf Information und Aufklärung. Ziel sei es, Konflikte zwischen Wanderern und Weidetieren schon im Vorfeld zu vermeiden. Denn auf den heimischen Almen treffen mit Beginn des Sommers regelmäßig Freizeitnutzung und Landwirtschaft auf engem Raum aufeinander – eine Konstellation, die nur mit klaren Verhaltensregeln funktioniert.

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