Elke Kahr hat die Gemeinderatswahl in Graz klar gewonnen und ihr Amt als Bürgermeisterin verteidigt. Die KPÖ kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 35,8 Prozent und legte damit gegenüber 2021 um sieben Prozentpunkte zu. Gemeinsam mit den Grünen verfügt die Partei weiterhin über eine Mehrheit im Rathaus.
Für Kahr bedeutet das Ergebnis einen deutlichen Ausbau ihres Vorsprungs. Die KPÖ gewann gegenüber der vergangenen Wahl drei Mandate hinzu und bleibt damit die stärkste Kraft in der steirischen Landeshauptstadt. Noch bis zuletzt hatte die Partei vor zu hohen Erwartungen gewarnt und den Wahlgang nicht als sichere Angelegenheit dargestellt.
Auch für die Grünen fiel die Wahl in Graz günstig aus, weil sie mit der KPÖ zusammen die Mandatsmehrheit halten. Damit bleibt die politische Ausgangslage in der Stadt trotz eines deutlichen Stimmenzuwachses für die Bürgermeisterin vergleichsweise stabil. Die Frage, wie sich die Zusammenarbeit im Rathaus fortsetzt, stellt sich nun unter besseren Vorzeichen für das bisherige linke Bündnis.
Das Ergebnis bestätigt zugleich, dass Graz politisch anders tickt als viele andere österreichische Städte. Kahr hatte 2021 mit einem überraschenden Sieg bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst. Diesmal fällt ihre Bestätigung weniger überraschend aus, aber mit einem noch deutlicheren Stimmenplus.









