Die anhaltende Hitze hat am Wochenende in Salzburg zu deutlich mehr medizinischen Notfällen geführt. In der Notfallambulanz des Salzburger Landeskrankenhauses (SALK) war spürbar mehr los, weil viele Menschen mit Kreislaufproblemen, Übelkeit, niedrigem Blutdruck oder Kollapsen behandelt werden mussten. Auch Sonnenstiche gehörten zu den Fällen.
Die Temperaturen erreichten am Sonntag in der Stadt Salzburg mehr als 37 Grad, in Bischofshofen wurde mit über 36 Grad ein neuer Stationsrekord gemessen. Der bundesweite Hitzerekord des Bundeslandes Salzburg von 38,6 Grad, der vor 13 Jahren in der Landeshauptstadt registriert wurde, blieb damit zwar bestehen, die Belastung für den Körper war aber bereits deutlich spürbar.
Der Meteorologe Maximilian Sterz von Geosphere Austria sprach von außergewöhnlicher Hitze. An vielen Messstationen seien Rekorde gebrochen worden. Die Temperaturspitzen belasteten nicht nur ältere Menschen und Vorerkrankte, sondern auch jene, die sich längere Zeit im Freien aufhielten.
Belastung für Spitäler und Pflegeheime
In Salzburg zeigt sich die Hitzewelle auch in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Viele Gebäude sind alt, verfügen über keine Klimaanlage oder nur über unzureichende Isolierung. Das erschwert es, die Räume kühl zu halten. Im Landeskrankenhaus läuft derzeit zudem die Fassadenrenovierung, die künftig auch im Inneren für etwas weniger Hitze sorgen soll.
Im Seniorenwohnheim Taxham wurden bereits vor einigen Jahren Klimaanlagen eingebaut, zusätzlich stehen Ventilatoren bereit. In den Zimmern selbst gibt es jedoch keine Kühlung, weshalb sich die Bewohnerinnen und Bewohner an heißen Tagen vor allem in den Gemeinschaftsräumen aufhalten.
Die jüngste Hitzewelle zeigt damit, wie rasch hohe Temperaturen zu einer zusätzlichen Belastung für das Gesundheitssystem werden können. Gerade in dicht besiedelten Städten und in älteren Gebäuden steigt das Risiko für hitzebedingte Beschwerden deutlich an.









