Das Land Kärnten kann seine Investitionen nach Einschätzung des Landesrechnungshofs weiterhin nur über neue Schulden stemmen. Zwar hat die Landesregierung den Sparkurs zuletzt verschärft, doch die finanzielle Lage verbessert sich demnach nicht genug, um Vorhaben aus eigener Kraft zu bezahlen.
Damit bleibt Kärnten das Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Österreich. Der Rechnungshof sieht in seiner Analyse eine negative Entwicklung, obwohl sich der Sparwille bereits in den Zahlen bemerkbar macht. Für die Landespolitik ist das heikel: Einerseits soll der Budgetdruck sinken, andererseits müssen laufende Ausgaben und Investitionen gleichzeitig finanziert werden.
Die Kärntner Landesregierung hatte bereits vor einiger Zeit zu eisernem Sparen aufgerufen. Hintergrund ist die angespannte Budgetlage, die sich nicht nur auf den laufenden Haushalt auswirkt, sondern auch auf größere Vorhaben des Landes. Wenn Investitionen nur „auf Pump“ möglich sind, verschiebt das die Last in künftige Budgets und erhöht den finanziellen Spielraum für die kommenden Jahre nicht.
Für Kärnten ist die Entwicklung auch deshalb brisant, weil die Verschuldung pro Kopf im Bundesländervergleich besonders hoch bleibt. Der Landesrechnungshof bewertet die Tendenz trotz Einsparungen als problematisch. Damit steht das Land weiter vor der Aufgabe, Ausgaben zu reduzieren, ohne zentrale Investitionen komplett zu bremsen.









