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Iran-Abkommen bleibt vage: Experte sieht Trump in „Position der Schwäche“

Redaktionelle Szene zum Thema „Iran-Abkommen bleibt vage: Experte sieht Trump in „Position der Schwäche““

Zwischen den USA und dem Iran liegt nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Nico Lange kein Friedensabkommen vor, sondern lediglich eine Absichtserklärung. Entscheidend sei, dass binnen 60 Tagen überhaupt ein belastbares Abkommen entstehen solle. Bis dahin bleibe offen, was aus den zentralen Streitpunkten werde: dem iranischen Atomprogramm, dem Raketenprogramm und der Frage der Sicherheit in der Straße von Hormuz.

Lange sagte, es handle sich „nicht um ein Friedensabkommen und damit auch kein Durchbruch“. Militärisch sei der Konflikt zwar zu Beginn aus Sicht der USA erfolgreich verlaufen. Er sprach von einem politischen Enthauptungsschlag, bei dem zentrale Führungspersönlichkeiten des iranischen Regimes getroffen worden seien. Danach habe Washington aber keine klare Exit-Strategie gehabt.

Der Iran habe seine Strukturen trotz der Angriffe aufrechterhalten und zurückschlagen können, so Lange. Am Ende habe US-Präsident Donald Trump dem Iran weitreichende Zugeständnisse machen müssen. „Aus einer Position der Stärke ist eher eine Position der Schwäche geworden für Trump“, sagte der Experte. Damit verwies er auf den Kontrast zwischen dem militärischen Druck zu Beginn und dem politisch offenen Ausgang der Verhandlungen.

Besonders heikel bleibt die Lage rund um die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Trump hatte freien Schiffsverkehr angekündigt, zugleich steht laut den vorliegenden Angaben im Raum, dass Iran und Oman Gebühren einheben könnten. Das habe „mindestens mal alle heute irritiert“, sagte Lange. Für Trump dürfte das Thema auch beim G7-Gipfel Fragen aufwerfen.

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der die angekündigte Einigung zwar politisch als Fortschritt präsentiert wird, inhaltlich aber vieles unbestimmt bleibt. Gerade für die internationale Sicherheitspolitik ist das relevant: Solange keine verbindlichen Regeln für Atom-, Raketen- und Seewegfragen feststehen, bleibt die Lage zwischen Washington und Teheran fragil.

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