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Gericht stoppt Ryanair bei Extragebühren und verlangt mehr Transparenz

Redaktionelle Szene zum Thema „Gericht stoppt Ryanair bei Extragebühren und verlangt mehr Transparenz“

Der Oberste Gerichtshof hat die Praxis von Ryanair bei zusätzlichen Gebühren gestoppt. Nach einer erfolgreichen Klage des Sozialministeriums muss die Billigfluglinie ab Mitte September neue Transparenzregeln einhalten. Nach Angaben des Ministeriums gibt es für betroffene Kundinnen und Kunden zudem Geld zurück.

Im Kern geht es um sogenannte Extragebühren, die beim Buchen von Flügen oder Zusatzleistungen fällig werden können. Das Ministerium hatte das Vorgehen der Airline demnach rechtlich angefochten und vor dem Höchstgericht Recht bekommen. Mit der Entscheidung wird Ryanair verpflichtet, die Kosten klarer auszuweisen und die Informationspflichten gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern zu verschärfen.

Für die Politik ist das Urteil auch ein Signal an andere Anbieter im Luftverkehr. Gerade bei Billigfluglinien ist die Preisgestaltung oft komplex: Der zunächst angezeigte Flugpreis kann durch Gebühren für Gepäck, Sitzplatzwahl oder andere Leistungen deutlich steigen. Konsumentenschützer kritisieren seit Jahren, dass solche Zusatzkosten nicht immer ausreichend transparent dargestellt werden.

Die nun angekündigten Regeln treten laut Ministerium Mitte September in Kraft. Bis dahin bleibt offen, wie Ryanair die Vorgaben im Detail umsetzt. Für Reisende bedeutet die Entscheidung jedenfalls, dass Zusatzkosten künftig leichter erkennbar sein sollen, bevor ein Ticket endgültig gebucht wird.

Der Fall reiht sich in die europäische Debatte über mehr Klarheit bei Flugpreisen ein. Immer wieder stehen Billigairlines wegen unübersichtlicher Gebührenmodelle in der Kritik. Mit dem Höchstgerichtsurteil wird der Druck auf die Branche größer, Preise nicht nur niedrig anzupreisen, sondern auch vollständig und nachvollziehbar darzustellen.

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