Die Feuerwehren in Oberösterreich kämpfen bei Waldbränden zunehmend mit knappen Wasserreserven. Um Brände rasch bekämpfen zu können, greifen Einsatzkräfte deshalb nicht nur auf Hydranten, sondern auch auf Schwimmbäder, Teiche und andere provisorische Quellen zurück.
Beim Waldbrand in Unterlaussa im Bezirk Steyr-Land legten Feuerwehrleute eine sieben Kilometer lange Löschleitung. In Tragwein im Bezirk Freistadt musste die Feuerwehr auf einen Schwimmpool ausweichen. Der dortige Kommandant Daniel Schützenhofer schilderte, dass in der Nähe keine andere Wasserversorgung verfügbar gewesen sei – außer einem Pool und einem Löschbehälter.
Die Lage ist auch deshalb angespannt, weil die Feuerwehren in den vergangenen Wochen bereits besonders viele Einsätze bewältigen mussten. Allein im Juni und Juli wurden in Oberösterreich 1844 Brandeinsätze verzeichnet. Für die Einsatzkräfte bedeutet das zusätzliche Belastung, wenn sie bei Waldbränden mit langen Zuleitungen und improvisierten Wasserquellen arbeiten müssen.
Die außergewöhnlichen Maßnahmen zeigen, wie sehr die Wasserversorgung bei solchen Einsätzen unter Druck geraten kann. Vor allem in entlegenen oder trockenen Gebieten wird die Brandbekämpfung dadurch aufwendiger und zeitintensiver.









