Der frühere ÖSV-Abfahrer und Gaza-Aktivist Julian Schütter ist am Montag nach seiner Rückkehr aus Israel am Flughafen Wien-Schwechat vorübergehend festgenommen worden. Auslöser war nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich ein Lärmereignis, wegen dem die Polizei eine Identitätsfeststellung vornehmen wollte.
Schütter habe sich geweigert, seine Identität bekanntzugeben, hieß es. Daraufhin sei er festgenommen worden. Gegen ihn werde wegen Lärmerregung am Flughafen angezeigt. Nach Angaben aus dem Umfeld der Aktion war Schütter gemeinsam mit zwei weiteren österreichischen Aktivisten aus Israel zurückgekehrt.
Die drei waren Teil einer internationalen Gaza-Hilfsflotte mit mehr als 50 Booten. Die Gruppe wollte die israelische Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und Hilfsgüter in das Küstengebiet bringen. Israel stoppte die Flotte Anfang der Vorwoche in internationalen Gewässern bei Zypern. Insgesamt waren rund 430 Aktivisten an Bord der Schiffe.
Auf einem von der Organisation Global Sumud Österreich verbreiteten Video sind die drei Aktivisten am Flughafen zu sehen, wie sie „Free Palestine“ rufen. Zu hören ist auch der Slogan „From the River to the Sea – Palestine will be free“. Der Spruch wird als Forderung nach der Auslöschung Israels interpretiert.
In einem weiteren Video beklagte sich Schütter über Verletzungen. Zu sehen war demnach auch, dass er mit blauen Flecken versehen war und schreiend am Boden lag, bevor Polizisten ihn hochhoben und zu einem Wagen brachten.









