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Ex-Lehrer in Graz zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt

Redaktionelle Szene zum Thema „Ex-Lehrer in Graz zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt“

Ein ehemaliger Lehrer ist am Dienstag am Grazer Straflandesgericht zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden, nachdem er sich über gefälschte Social-Media-Profile Nacktfotos von mehr als einem Dutzend Schülern schicken ließ. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Mann bat um drei Tage Bedenkzeit.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann über falsche Profile Kontakt zu den Jugendlichen aufnahm und sich auf diesem Weg intime Bilder zuschicken ließ. Bei dem Beschuldigten wurden zudem Datenträger sichergestellt, auf denen laut einem technischen Sachverständigen mehr als 6000 Fotos und Videos mit sexuellen Inhalten gefunden wurden.

Die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum wurde nach Angaben aus dem Verfahren nicht für notwendig gehalten. Damit blieb es vorerst bei einer Freiheitsstrafe, über deren Rechtskraft erst nach der Frist des Angeklagten entschieden wird.

Der Fall reiht sich in eine Serie von Verfahren ein, in denen digitale Kontaktwege und gefälschte Profile zum Zugang zu Minderjährigen genutzt werden. Für Schulen und Eltern bleibt damit vor allem die Frage relevant, wie Jugendliche im Netz vor Manipulation, Erpressung und sexualisierter Ansprache geschützt werden können.

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