Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat den Milizbeauftragten des Bundesheeres, Erwin Hameseder, zum Generalleutnant befördert. Der 70-jährige Raiffeisen-Manager trägt damit einen weiteren Stern auf der Uniform; zuvor hatte er den Rang eines Generalmajors inne.
Hameseder hatte sich zuletzt als Vorsitzender der Wehrdienstkommission deutlich an die Politik gewandt und eine Entscheidung über die diskutierte Verlängerung des Grundwehrdienstes verlangt. Die „Ignoranz gegenüber geopolitischen Realitäten und Entwicklungen“ sei nicht mehr zu akzeptieren, sagte er in Richtung der Bundesregierung. Als Leiter der Kommission drängte er darauf, die Ergebnisse in konkrete Entscheidungen für das Bundesheer umzusetzen.
Tanner würdigte Hameseder bei der Beförderung als „Offizier aus Leidenschaft“. Sein Wille, Verantwortung für die Sicherheit Österreichs zu übernehmen, stehe immer im Vordergrund. Die Ministerin hob besonders seine Rolle für die Miliz hervor und verwies auf deren Bedeutung als „Rückgrat der Verteidigungsfähigkeit“ des Landes.
Auch Hameseders Einsatz an der Spitze der Wehrdienstkommission stellte Tanner heraus. Er habe sich „an die vorderste Front“ gestellt, um mit den Ergebnissen der Kommission die Weichen für ein modernes Bundesheer zu stellen, sagte sie. Die Beförderung ist damit nicht nur eine formale Auszeichnung, sondern auch eine politische Anerkennung für seinen Kurs in der Debatte um die künftige Ausrichtung der Streitkräfte.









