Angesichts der angekündigten Hitze mit bis zu 35 und 37 Grad bieten erste Schulen in Wien Eltern an, ihre Kinder früher abzuholen. Im Gymnasium Kundmanngasse können Schüler am Donnerstag und Freitag auf Wunsch schon um 12 Uhr nach Hause gehen. Auch eine Wiener Campus-Volksschule informierte die Eltern, dass die Kinder am Donnerstag bereits um 14 statt wie üblich um 15.30 Uhr entlassen werden können.
Bei Bedarf wird Betreuung weiterhin angeboten, wie aus einem der APA vorliegenden Schreiben hervorgeht. Eine ähnliche Regelung sei wegen der erwarteten Hitze auch für Anfang der kommenden Woche angedacht, hieß es aus dem Schulumfeld.
Eine allgemeine Hitzefrei-Regel gibt es an Österreichs Schulen nicht. Wegen der Betreuungspflicht können Unterricht und Aufsicht nicht einfach ab einer bestimmten Temperatur eingestellt werden. Das Bildungsministerium verweist auf sogenannte gelindere Maßnahmen, mit denen ein zumutbarer Unterricht sichergestellt werden soll. Dazu zählen etwa der Wechsel in kühlere Räume, zusätzliche Trinkpausen oder der Einsatz von Ventilatoren.
Schulfrei ist grundsätzlich nur möglich, wenn ein Gebäude unbenützbar ist. In der Praxis wird bei Temperaturen von teils mehr als 30 Grad in den Klassenzimmern unterschiedlich reagiert. Manche Schulen verlegen den Unterricht in Keller- oder andere kühlere Räume, andere nutzen freie Flächen im Freien. Im Osten des Landes war zudem bereits Notenschluss, was den Schulen dort mehr Spielraum verschafft.
Von der Wiener Bildungsdirektion kam am Dienstag keine allgemeine Vorgabe für alle Schulen. Damit bleibt es zunächst den einzelnen Standorten überlassen, wie sie mit der Hitze umgehen und ob sie kurzfristige Erleichterungen für Kinder und Eltern anbieten.









