Der politische Neuling Graham Platner hat die demokratische Vorwahl im US-Bundesstaat Maine gewonnen und wird im November gegen die republikanische Senatorin Susan Collins antreten. Bei rund 19 Prozent ausgezählter Stimmen lag Platner laut US-Medien mit mehr als 73 Prozent klar vor der bisherigen Gouverneurin Janet Mills, die auf 19 Prozent kam.
Für die Demokraten gilt Maine als eines der Rennen, die bei den Kongresswahlen im November den Ausschlag über die Mehrheiten im Senat geben könnten. Wegen der knappen Kräfteverhältnisse im Oberhaus wird jeder einzelne Sitz genau beobachtet. Platner soll den Demokraten helfen, Collins zu schlagen, die seit Jahren zu den wichtigsten Republikanerinnen im Senat zählt.
Der Ausgang der Vorwahl war erwartet worden. Mills hatte ihren Wahlkampf bereits Ende April beendet, nachdem sie in Umfragen zurückgelegen hatte und auf fehlende finanzielle Mittel verwies. Platner trat damit als aussichtsreichster Herausforderer in Maine an.
Gleichzeitig war der Wahlkampf von Vorwürfen überschattet, die Platners Umgang mit Frauen betrafen. Mehrere frühere Partnerinnen hatten ihm laut US-Medien problematisches Verhalten vorgeworfen. Der demokratische Kandidat setzte sich dennoch klar durch und geht nun als offizieller Parteibewerber in die nächste Phase des Wahlkampfs.
Bei den sogenannten Midterms am 3. November werden rund ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Für die Demokraten ist Maine damit ein mögliches Schlüsselrennen, weil ein Sieg gegen Collins die Kräfteverhältnisse in Washington spürbar verschieben könnte.









