Ein Park in Bukarest soll nach einer Online-Abstimmung den Namen von US-Präsident Donald Trump tragen. Die Entscheidung sorgt in Rumänien für scharfe Diskussionen, nachdem bei der Abstimmung Betrug vermutet wurde.
Die Umbenennung betrifft eine Parkanlage in der rumänischen Hauptstadt, über deren neuen Namen online abgestimmt wurde. Dass sich am Ende ausgerechnet Trump durchsetzte, hat die Debatte über das Verfahren und dessen Glaubwürdigkeit zusätzlich angeheizt. Im Raum steht der Vorwurf, das Ergebnis sei nicht ausschließlich durch reguläre Stimmen zustande gekommen.
Online-Abstimmungen über öffentliche Benennungen sind immer wieder anfällig für Manipulationen. Besonders dann, wenn sie politisch aufgeladen sind oder internationale Aufmerksamkeit auslösen, geraten solche Verfahren rasch unter Druck. Im Fall des Bukarester Parks kommt hinzu, dass der Name des US-Präsidenten über Rumänien hinaus für politische Reibung sorgt.
Für die Stadt Bukarest ist die Entscheidung damit mehr als nur eine symbolische Umbenennung. Sie berührt auch die Frage, wie belastbar digitale Beteiligungsverfahren sind, wenn sie über öffentlich sichtbare Orte entscheiden. Solche Abstimmungen sollen Zustimmung sichtbar machen, können aber bei mangelnder Kontrolle schnell selbst zum Streitfall werden.
Der Fall fügt sich in eine Reihe ähnlicher Kontroversen, in denen Online-Voten über Namen, Symbole oder Widmungen durch koordinierte Kampagnen beeinflusst wurden. Gerade bei politischen Namen ist die Grenze zwischen bürgerlicher Beteiligung und gezielter Einflussnahme oft schwer zu ziehen. In Bukarest ist diese Grenze nun Gegenstand der Debatte.









