Die österreichischen Staatsschützer sehen keine Verbindung des Attentäters von Berlin zur Islamistenszene in Österreich. Das sagte die Chefin der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Sylvia Mayer, am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal“.
Auslöser der Nachfrage waren Berichte deutscher Medien, wonach Abdul B. in den Jahren 2023 und 2024 nach islamischem Recht mit einer Frau aus Salzburg verheiratet gewesen sein soll. Nach Angaben der DSN gibt es dafür aus Sicht des österreichischen Staatsschutzes jedoch keinen Hinweis auf ein Netzwerk in Österreich.
Mit der Klarstellung reagiert die Behörde auf Spekulationen über mögliche Kontakte des Tatverdächtigen nach Österreich. Die DSN verwies dabei offenbar auf ihre bisherigen Erkenntnisse zur islamistischen Szene im Land, ohne eine Verbindung zu österreichischen Islamisten zu bestätigen.
Der Fall wird damit vor allem für die Sicherheitsbehörden in beiden Ländern politisch relevant. Er berührt die Frage, ob und in welchem Umfang Tatverdächtige aus dem Umfeld islamistischer Radikalisierung grenzüberschreitende Kontakte pflegen oder in mehreren Staaten gleichzeitig auftreten.









